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Aus der Buchreihe Rapids erste Titelverteidigung 1912/13
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Spielerprofil

Josef Blum

Nationalspieler

Vereine & Saisonen

Vienna (Döbling)

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-12 WAF Vienna right_back
1920-09-19 Amateure Vienna right_back
1920-10-03 Admira Vienna right_back
1920-10-10 Vienna FAC right_back
1920-10-24 Vienna Wacker right_back
1920-10-31 Simmering Vienna right_back
1920-11-12 Vienna WAC left_back
1920-11-21 Vienna Hertha right_back
1920-11-28 Rudolfshügel Vienna left_back
1920-12-05 Vienna Rapid left_back
1920-12-12 Hakoah Vienna left_back
1921-02-20 Vienna Amateure left_back
1921-03-06 Sportclub Vienna left_back
1921-03-13 Vienna Simmering left_back
1921-04-03 Vienna WAC right_back
1921-04-17 Vienna Admira left_back
1921-05-29 Rapid Vienna left_back
1921-06-05 FAC Vienna left_back
1921-06-19 Vienna Hakoah left_back
1921-06-22 Wacker Vienna left_back
1921-06-29 Vienna Rudolfshügel right_back
1921-07-03 Hertha Vienna left_back

Zur Person

Als die Vienna in der Saison 1918/19 die zweite Liga nach allen Regeln der Kunst zerlegte und den Aufstieg mit der Eleganz einer Dampfwalze vollzog, gehörte der gerade einmal 20-jährige Josef Blum bereits zum Inventar. Damals ahnte noch niemand, dass aus dem Burschen einmal ein Kapitän des Wunderteams werden sollte. Vermutlich nicht einmal Josef Blum selbst.

Zum ersten Mal wurde er am 8. Dezember 1918 beim Spitzenspiel gegen Verfolger Admira erwähnt. Gemeinsam mit Robert Peschek bildete er den Abwehrverbund der Döblinger. Die Admiraner durften dabei aus nächster Nähe bewundern, wie man mit 6:2 abgefertigt wird.

Am 2. März 1919 gehörte Blum beim 2:0 gegen den Ober Sankt Veiter AC zu den besten Männern auf dem Feld. Nur wenige Monate zuvor hatte ihn die Vienna vom Lokalrivalen Nussdorf geholt. Eine jener Verpflichtungen, die sich später als etwas sinnvoller herausstellen sollten als ein neues Paar Vereinsfahnen.

Als die Vienna schließlich in die höchste Spielklasse zurückkehrte, durfte Josef Blum den Auftakt allerdings zunächst von außen betrachten. Auf seiner Position vertraute man lieber dem erfahrenen Karl Rumbold. Erfahrung galt damals schließlich als wichtiger als Talent, Jugend und gesunde Knie.

Am 12. Oktober 1919 war es dann endlich soweit. Beim 1:1 auswärts gegen Meister Rapid durfte Blum neben Rumbold links in der Abwehr auflaufen. Und siehe da: Der junge Mann machte seine Sache derart gut, dass die Kritiker beinahe ihre Bleistifte vor Begeisterung verschluckten. Das Sportblatt fühlte sich sogar an den legendären Wilhelm „Eipel“ Eipeldauer erinnert, den großen Meisterverteidiger der Jahre 1902 bis 1908. Für einen 21-Jährigen war das ungefähr so, als würde man heute einem Nachwuchsspieler sagen, er spiele wie Franz Beckenbauer – nur mit weniger Frisur und mehr Schnurrbart in der Umgebung.

Josef Blum verfügte zudem über einen Schuss, der vermutlich schon damals den Begriff „Abwehrspieler mit eingebauter Kanone“ verdient hätte. Deshalb stellte man ihn gelegentlich auch im Sturm auf. Seine eigentliche Heimat blieb jedoch die Verteidigung, wo er den Gegnern regelmäßig die Freude am Fußballspiel verdarb.

Der gebürtige Döblinger machte später noch eine Karriere, die selbst die kühnsten Optimisten überrascht haben dürfte. Er wurde nicht nur ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Wunderteams, sondern am Ende sogar dessen Kapitän. Ausgerechnet jener Mann also, der beim ersten Oberligaspiel der Vienna noch zuschauen musste. Der Fußball besitzt eben einen eigenartigen Sinn für Ironie.

Anekdoten & Zitate

Zu Josef Blum sind derzeit keine Anekdoten verzeichnet.