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Aus der Buchreihe Österreich Ungarn Fussball 1917/18
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Spielerprofil

Ludwig Huber

Ludwig Huber – Ludwig Huber
Ludwig Huber (SC Wacker Wien)

Vereine & Saisonen

Wacker Wien
1917/18

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-05 Admira Wacker left_wing
1920-09-12 Wacker Rapid right_wing
1920-09-19 Wacker WAF left_wing
1920-10-03 Wacker Rudolfshügel left_wing
1920-10-10 WAC Wacker right_half
1920-10-16 Wacker Hakoah right_wing
1920-10-24 Vienna Wacker left_wing
1920-12-12 Wacker Simmering right_wing
1921-02-20 Simmering Wacker right_wing
1921-03-06 Wacker WAC right_half
1921-03-13 Hakoah Wacker right_wing
1921-04-03 Wacker Amateure right_wing
1921-04-10 Wacker Hertha right_wing
1921-05-08 Wacker Admira right_wing

Zur Person

Ludwig Huber war ein einziges Energiepaket und stand praktisch ständig unter Strom. Wenn er den Platz betrat, hatte man das Gefühl, jemand hätte versehentlich zwei Espressomaschinen und ein Grammophon gleichzeitig eingeschaltet. Er war schnell, durchsetzungsstark und konnte für gegnerische Verteidiger ausgesprochen unerquicklich werden.

Diese spielten nur ungern gegen ihn. Huber konnte nämlich rasch ungemütlich werden und scheute auch nicht davor zurück, gelegentlich zu Mitteln zu greifen, die eher aus der Abteilung „kreative Regelauslegung“ stammten. Außerdem war er ein ziemliches Großmaul und hatte praktisch immer die Pappn offen. Schiedsrichter, Gegner, Mitspieler und wahrscheinlich auch die Zuschauer in der letzten Reihe bekamen regelmäßig etwas zu hören. Wenn Ludwig Huber einmal schwieg, dann vermutlich nur, weil er gerade Luft holen musste.

Als Mittelstürmer wurde er übrigens gerne bezeichnet, was ungefähr so zutreffend war, wie einen Fiaker als Hochgeschwindigkeitszug zu beschreiben. Tatsächlich fand man Huber fast überall, nur nicht dort. Mal wirbelte er am linken Flügel, mal am rechten, gelegentlich sogar als rechter Läufer. Offenbar war er der Meinung, dass ein ordentlicher Fußballer möglichst viele Landschaften kennenlernen sollte. Allein auf dem rechten Flügel tauchte er so häufig auf, dass sich die gegnerischen Verteidiger dort schon vorsorglich Kopfschmerzen einbildeten.

Ein klassischer Mittelstürmer war Ludwig Huber also nicht. Dafür war er viel zu rastlos. Er war eher eine Art fußballerischer Wanderzirkus mit eingebautem Lautsprecher. Wo immer Wacker ihn aufstellte, sorgte er für Betrieb, Diskussionen und gelegentlich auch für leichte Nervenzusammenbrüche bei seinen Gegenspielern. Und während andere Spieler ihre Kräfte sorgfältig einteilten, lief Huber herum, als hätte er heimlich ein Starkstromkabel verschluckt.

Anekdoten & Zitate

Ludwig Huber wurde als exzentrischer Spieler des Wacker beschrieben und erzielte später einen Doppelpack gegen Hertha.

Wacker Wien · Saison 1917/18 ·bemerkenswert

Quelle: Österreich Ungarn Fussball 1917/18 - Die letzte Meisterfeier der Habsburger Monarchie, Zeile 275, 1833, 3833